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Das für Nintendo DS und PlayStation Portable bereits erhältliche „Grand Theft Auto: Chinatown Wars“ gibt es ab sofort auch für iPhone und iPod Touch. Warum der Download lohnt, erfahrt ihr in diesem Spieletest! „Grand Theft Auto: Chinatown Wars“ erzählt die Geschichte des chinesischen Gangsters Huang Lee, dessen Vater in Liberty City ermordet wurde. Als Huang vom Tod seines alten Herren erfährt, verlässt er umgehend Hong Kong und fliegt in die „Stadt der Freiheit“, um unter den Triaden mal so richtig aufzuräumen und den Tod seines Vaters zu rächen. „Grand Theft Auto: Chinatown Wars“ erzählt eine Geschichte, die der von „Grand Theft Auto IV“ in nichts nachsteht. Ihr trefft auf zahlreiche interessante wie abstoßende Charaktere und werdet immer wieder mit neuen Enthüllungen bei der Stange gehalten. Animierte Zwischensequenzen gibt es nicht, ihr müsst euch mit einzelnen Bildern ohne Synchronisation begnügen, aber dennoch ist die Präsentation der Geschichte fantastisch gelungen. Der Stil der Bilder überzeugt einfach vollkommen.
Im Gegensatz zum großen Bruder „Grand Theft Auto IV“ wird „Grand Theft Auto: Chinatown Wars“ aus einer isometrischen Perspektive präsentiert. Das bedeutet, dass ihr das Spiel grundsätzlich von schräg-oben seht. Für die Übersicht ist das optimal: Es gibt kaum einen Moment im Spiel, in dem ihr mal nicht seht, was um euch herum so passiert. Problematisch wird es eigentlich nur dann, wenn ihr inmitten mehrerer Bäume steht. Dann könnt ihr nämlich eure Spielfigur regelmäßig nicht mehr sehen und wisst auch nicht, ob Feinde direkt in eurer Nähe sind. Solche Situationen ergeben sich glücklicherweise aber nur selten. Etwas problematisch ist auf iPhone und iPod Touch die Steuerung: Da die Handhelds über keine richtigen Buttons verfügen, müsst ihr mit virtuellen Knöpfen klarkommen. Das funktioniert nicht unbedingt schlecht, aber beim besten Willen nicht so gut wie auf Nintendo DS oder PlayStation Portable. Vor allem beim Fahren merkt ihr das immer wieder. Der Spielspaß leidet darunter aber nur minimal – ihr könnt euch mit der Steuerung durchaus arrangieren.
Der Einstieg in „Grand Theft Auto: Chinatown Wars“ könnte komfortabler kaum sein. Um das Fahren der verschiedenen Vehikel zu vereinfachen, richten sich diese automatisch parallel zum Bürgersteig aus, damit ihr nicht zu viel Zeit in Feinjustierung verschwenden müsst, wenn es mal schnell gehen soll. Ihr könnt euch sogar die GPS-Anweisungen direkt auf die Straße projizieren lassen, um diesen einfacher folgen zu können. Natürlich bietet keines der im Spiel enthaltenden Fahrzeuge ein realistisches Handling, Unterschiede und Besonderheiten der einzelnen Vehikel sind aber stets präsent. Auch das Geschwindigkeitsgefühl ist ziemlich stark ausgeprägt, wenn ihr z.B. mit einem Sportwagen über den Highway donnert.
Die Missionen bestehen aus der üblichen „Grand Theft Auto“ – Kost. Ihr müsst Lieferungen sicher ins Ziel transportieren, Verbündete beschützen, Feinde töten und euch Verfolgungsjagden mit der Polizei liefern. Sehr erfreulich ist, dass, wenn ihr in einer Mission sterbt oder sonst wie scheitert, ihr nicht noch einmal zum Ausgangspunkt gurken müsst, sondern direkt am eigentlichen Startpunkt der jeweiligen Mission einen neuen Anlauf wagen dürft. Außerdem könnt ihr alle Missionen so oft ihr wollt spielen, beispielsweise um bessere Zeiten zu erreichen oder einfach just for fun. Der Schwierigkeitsgrad sämtlicher Missionen ist ziemlich niedrig, Kenner der Serie dürften die meisten Aufträge daher bereits im ersten Anlauf schaffen. Solche grauenhaften Aussetzer wie „When Funday Comes“ aus „Grand Theft Auto: Vice City Stories (Deutsche Version)“ gibt es – Gott sei Dank – nicht! „When Funday Comes“ hatte ich damals im 32. Anlauf endlich geschafft, in „Grand Theft Auto: Chinatown Wars“ habe ich für keine Mission mehr als zwei Anläufe benötigt. Und nein, die „32“ ist keineswegs einfach so gesagt, sondern das Ergebnis meiner damaligen Zählung. Im Übrigen bietet die Apple-Version des Spiels alle Bonus-Missionen der PSP-Version und die Touch-Minispiele der Nintendo DS-Fassung.
Abseits der rund zwölf Stunden umfassenden Geschichte gibt es auch in „Grand Theft Auto: Chinatown Wars“ viel für euch zu tun. Ihr könnt unter anderem Kontakte zu Drogendealern aufbauen, Feuerwehrmann oder Polizist spielen, 100 Überwachungskameras zerstören, Rennen fahren, Ammu-Nation-Trucks ausrauben oder euch an irrsinnigen Sprüngen versuchen. Doch egal, was ihr macht: Vor der Polizei solltet ihr euch in Acht nehmen, diese ist nämlich ziemlich clever und fängt euch zum Beispiel eure Drogenkontakte direkt vor der Nase weg, wenn ihr einen Moment lang nicht aufpasst. Interessant ist, wie ihr die Polizei dieses Mal abhängen könnt: Habt ihr beispielsweise Gesucht-Level 2, müsst ihr zwei Polizeiwagen schrotten, um auf Level 1 zurückzufallen. Das Besondere dabei ist, dass ihr die Polizisten in den Wagen nicht verletzen dürft! Viel mehr als geschickte Rammmanöver könnt ihr also nicht unternehmen. Für offene Gefechte mit der Polizei und natürlich den anderen Gangstern stehen euch über 20 verschiedene Waffen zur Verfügung, darunter eine Maschinenpistole, ein Scharfschützengewehr und Granaten.
Einen Mehrspielermodus bietet „Grand Theft Auto: Chinatown Wars“ auf iPhone und iPod Touch leider nicht. Grafisch ist das Spiel besser als auf Nintendo DS, aber nicht so gut wie auf PlayStation Portable. Im Test lief das Spiel auf einem iPhone 3G praktisch ohne Probleme, nur ganz selten kam es zu Rucklern. Der Soundtrack ist – wie für die Serie typisch – genial. Erfreulicherweise könnt ihr auch eigene Songs in das Spiel einbinden.
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