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Wer tagtäglich auf Pro 7 „Die Simpsons“ guckt, der weiß, dass Familienoberhaupt Homer verrückt nach Donuts ist. In „Die Simpsons Arcade“ wird ihm das fast zum Verhängnis: Die wichtigsten Personen von Springfield (plus Krusty) haben irgendetwas vor und verstecken den USB-Stick mit ihrem Plan in einem Donut. Mister Smithers soll diesen dann in Sicherheit bringen, stößt vor der Tür jedoch mit Homer zusammen. Doch bevor dieser den Donut verschlingen kann, wird er ihm wieder abgenommen. Der von dem Geheimplan nichts ahnende Homer glaubt, dass der Donut extrem köstlich sein muss: Andernfalls würde doch niemand mit ihm flüchten. Homer muss diesen Donut einfach haben! Fortan müsst ihr euch in seiner Rolle durch eine Hand voll Levels prügeln, um dieses Ziel zu erreichen. Ihr startet in der Innenstadt von Springfield, besucht später aber auch ein großes Einkaufszentrum, Mister Burns Anwesen, die Channel 6 Studios und Krustyland. Prinzipiell funktionieren alle Levels nach demselben Prinzip: Ihr lauft von links nach rechts und vermöbelt alle Gegner, die sich euch in den Weg stellen. Dabei bekommt ihr es jedoch in jedem Level mit neuen Feindtypen zu tun: Müsst ihr euch in den ersten Minuten nur mit „normalen“ Schläger prügeln, wollen euch schon bald Fieslinge im Anzug, die euch mit Flugkicks attackieren und glatzköpfige Rammböcke an die Wäsche.
Homer selbst kann springen und schlagen. Haltet ihr die Schlagtaste ein paar Sekunden lang gedrückt, könnt ihr einen aufgeladenen Sturmangriff ausführen. Wenn ihr hoch springt und dann sofort auf die Schlagtaste drückt, vollführt Homer einen Bauchklatscher, der zwar keinen Schaden anrichtet, alle Gegner im näheren Umfeld jedoch zu Boden wirft. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn um euch herum mehrere Feinde sind und ihr euch etwas Luft verschaffen wollt – blocken kann Homer nämlich nicht. Über die Levels verteilt sind verschiedene Waffen oder Objekte, die zur Waffe umfunktioniert werden können. So findet ihr unter anderem Elektroschocker, Hämmer und Kisten, die ihr auf Gegner werfen könnt. In anderen Kisten sind Boni versteckt, nicht selten Spezialangriffe, die ihr gemeinsam mit den anderen Familienmitgliedern ausführt. Marge und Maggie versetzen Homer in Rage – der Donutliebhaber schlägt dann automatisch zu, ihr müsst ihn nur noch mithilfe des Beschleunigungssensors steuern. Bart schießt mit seiner Zwille auf Gegner und Lisa benutzt ihr Springseil, um Gegner auf den Boden zu schleudern. Andere Power-Ups laden eure Energie wieder auf oder bescheren euch zusätzliche „Leben“. Diese sind aber auch dringend nötig, denn aufgrund der schwammigen Steuerung kassiert ihr regelmäßig Treffer.
Sofern euch Marge und Maggie nicht in Rage versetzt haben, steuert ihr Homer über einen virtuellen Stick. Da ihr euch jedoch nicht nur von links nach rechts bewegen könnt, sondern über mehrere Ebenen auch von unten nach oben und umgekehrt, passiert es nicht selten, dass ihr „zu weit geht“ oder ausversehen in die falsche Richtung lauft. Außerdem lauft ihr mit wenig schöner Regelmäßigkeit in einen Gegner hinein und könnt diesen dann nicht mehr treffen, sondern müsst erst wieder ein paar Schritte zurückgehen (was euch in die Gefahr bringt, selbst ein paar Schläge einstecken zu müssen). In jedem Level müsst ihr euch auch einem Zwischen- und einem Endgegner stellen. Wenn ihr schon immer einmal diesen Bienenmann, Kent Brockman, Chief Wiggum oder Roger Meyers Junior verdreschen wolltet, seid ihr hier genau richtig! Sämtliche Bosse nutzen unterschiedliche Angriffsmuster, können also nur mit speziellen Strategien besiegt werden. Diese müsst ihr zu Beginn der Kämpfe erst einmal herausfinden, doch sobald ihr sie kennt, ist prinzipiell jedes Duell einfach zu gewinnen. „Leben“ verliert ihr aber auch hier aufgrund des weiter oben genannten Steuerungsproblems. „Die Simpsons Arcade“ speichert nach jedem großen Spielabschnitt, aber nicht nach jedem Unterlevel. Wenn ihr also mal Game Over geht, müsst ihr den jeweiligen Spielabschnitt noch einmal von Anfang an spielen.
Zwischen den Abschnitten müsst ihr euch in zwei verschiedenen Minispielen beweisen: In dem einen will ein Ballon möglichst schnell aufgeblasen werden. Im anderen müsst ihr vom Himmel fallende Donuts mit dem Mund fangen und das Gemüse meiden – für zwölf Donuts erhaltet ihr ein Bonus-Leben. „Die Simpsons Arcade“ ist leider bei Weitem nicht so lustig wie die meisten Folgen der Zeichentrickserie. Echten Humor bekommt ihr im Grunde nur in den eingestreuten Gesprächen geboten, auch einige der „Soundeffekte“ sind nicht ohne. Das Spiel lebt von den Old-School-Arcade-Schlägereien. Trotz der Macken machen diese nämlich Spaß, nur ist das Spiel leider ziemlich schnell durchgespielt. Wenn ihr euch ranhaltet, seid ihr an einem kurzen Abend mit dem Spiel fertig. Der Preis ist daher mit 3,99 Euro etwas zu hoch angesetzt, angemessener wäre rund die Hälfte. Grafisch ist „Die Simpsons Arcade“ im Stil der Serie gehalten, was wirklich sehr gut aussieht. Wenn ihr ein Standbild des Spiels seht, könnt ihr dieses von der Serie nicht unterscheiden! Auch der originale Sound kann vollends überzeugen.
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| SCREENSHOTS |
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